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Herbsttagung 2026 in Öhringen
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Die Mitglieder der Gesellschaft trafen sich zur 115. Herbsttagung am 18. und 19. Sepember im fränkischen Hohenlohekreis in Baden-Württemberg. Erster Zielort war am Freitag die große Kreisstadt Öhringen. Dort fand die Hauptversammlung statt.
Der Hohenlohekreis gehört zum Regionalverband Heilbronn-Franken mit Stadt und Kreis Heilbronn, Main-Tauber-Kreis und dem Landkreis Schwäbisch Hall.
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_ Geschichte Öhringen |
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_Öhringen: Schloss |
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Am Samstag wurden die Schlösser in Neuenstein, Langenburg und Bartenstein der Fürstenfamilien von Hohenlohe besucht. Durch den Abendvortrag von Prof. Andermann und den Besuch in den Schlössern konnten wir die Geschichte der Hohenlohe ausführlich kennenlernen.
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Wappen der Fürsten von Hohenlohe
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Die Familie von Hohenlohe über die Jahrhunderte
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Am Freitagnachmittag fand die Sitzung des Vorstands und des Gesamtausschusses zur Vorbereitung auf die Hauptversammlung der Mitglieder der GffG am Abend statt. Hier konnte der Wissenschaftliche Leiter, Prof. Dr. Weiß, bereits auf das von der Edition WORT&WERT bei Rudolph Druck, dem neuen Kommisionsverlag, druckfrisch mitgebrachte Werk verweisen.
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Am Abend fand die Hauptversammlung der Mitglieder der GffG statt. Grußworte sprach in Vertretung des 1. Bürgermeisters Patrick Wegener, Frau Katharina Krehl, die sich als ehemalige Geschichtslehrerin besonders freute, die Mitglieder der Gesellschaft für fränkische Geschichte in Hohenlohe Franken begrüßen zu dürfen. Herr Rudolph stellte seinen Verlag und das Verlagsprogramm dem Plenum vor. Grußworte sprach auch als Mitglied der GffG und Gastgeber Felix Fürst zu Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst. In der Pause konnte der Büchertisch des neuen Kommissionsverlags besucht und das neu erschienene Buch erworben werden. Es blieb auch Zeit für eine Stärkung mit Hohenloher Wein und Laugengebäck, bevor Prof. Dr. Anderman den Abendvortrag hielt.
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Frau Katharina Krehl
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Felix Fürst zu Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst
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Prof. Dr. Kurt Andermann beim Abendvortrag
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Herr Rudolph bei der Vorstellung des Verlages
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Büchertisch des Verlages
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Den Abendvortrag am 18. September im Blauen Saal des Öhringer Schlosses (heute städtisches Rathaus) hielt Professor Dr. Kurt Andermann (Karlsruhe und Freiburg i. Br.) zum Thema
„Umb Fürderung unnser Graveschafft Fridens, Aynikaytt und Uffnemens. Erben und Teilen im Hause Hohenlohe in Mittelalter und Frühneuzeit“.
In der älteren, preußisch dominierten Geschichtsschreibung hatte man, wie der Referent betonte, wenig Verständnis dafür, dass gerade im Hause Hohenlohe über Jahrhunderte hinweg immer von neuem geteilt wurde, ohne Rücksicht zu nehmen auf eine Herausbildung von Land und Staat. Diese Sicht ignorierte indes das grundlegende Dilemma adliger Herrschaft und dynastischen Selbstverständnisses zwischen dem Willen, die Erhaltung und Erhöhung von Stamm und Namen auf Dauer zu sichern einerseits und einem sich erst mit der Zeit entwickelnden Sinn für die Konkurrenzfähigkeit der Dynastie und der Beständigkeit ihrer Herrschaft andererseits. Überdies war das Teilen des väterlichen Erbes sowohl den deutschen Volksrechten als auch dem römischen Recht zufolge eine bare Selbstverständlichkeit und entsprach als Erfordernis eines gelebten Gerechtigkeitsempfindens dem Gleichheitsanspruch sozial Gleichrangiger (Alexander Sembdner). So wurde im Hause Hohenlohe vom hohen Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches alles in allem nicht weniger als zwanzigmal geteilt, achtmal bis zur sogenannten Hauptlandesteilung von 1553/55 und danach weitere achtmal im Neuensteiner sowie viermal im Waldenburger Hauptstamm. Allerdings wurden im Lauf der Jahrhunderte auch nahezu fünfzig Hausverträge geschlossen, die den Zusammenhalt der Familie und ihrer Zweige gewährleisten sollten. Am wichtigsten darunter ist die Erbeinung von 1511, die mit einer Senioratsverfassung, einer gemeinschaftlichen Lehnsverwaltung und einem gemeinschaftlichen Archiv darauf angelegt war und ist, den inneren Frieden zu wahren und dem Nutzen des Ganzen nicht zu schaden. Diese Erbeinung bildet noch heute die Folie für den mittlerweile nach modernem Vereinsrecht organisierten Familienverband des Fürstlichen Hauses Hohenlohe. Zwischen 1713 und 1774 erließen die Häupter der einzelnen Zweige aber schließlich doch Primogeniturordnungen, um den Erfordernissen einer neuen Zeit gerecht zu werden. Gleichwohl ist festzuhalten, dass das üppige Weiterblühen des Geschlechts bis in die Gegenwart die Richtigkeit des über Jahrhunderte befolgten Familienkonzepts bestätigt, selbst wenn dieses Konzept am Ende der Herausbildung einer konkurrenzfähigen hohenlohischen Staatlichkeit im Wege stand (Karl-Heinz Spieß). Außerdem ist zu betonen, dass, indem die vielen Teilungen im Haus Hohenlohe viele Schlösser und Residenzen hervorgebracht haben und mit dem derart vervielfachten Repräsentationsbedarf zahllose Handwerker und Künstler in Lohn und Brot gesetzt wurden zum Nutzen des heute so viel bewunderten und allseits geschätzten Reichtums der Hohenloher Kulturlandschaft.
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Pünktlich am Morgen des nächsten Tages trafen sich die Teilnehmer der Herbsttagung vor Schloss Neuenstein zur Führung im Schloss und im Hohenlohe Zentralarchiv.
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_Schloss Neuenstein - Fürst zu Hohenlohe-Öhringen
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_Schloss Neuenstein
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Das nächste Ziel war Langenburg. Dort war die Mittagspause vorgesehen. Nachdem die Teilnehmer die Ruhepause und das Mittagessen dort genossen hatten, war das nächste Ziel der Innenhof des Schlosses. In diesem Jahr wird in Stadt und Schloss das achtundertjährige Jubiläum begangen. Von Prof. Andermann erfuhren wird Details zur Geschichte des Schlosses.
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Geschichte des Schlosses
Erläuterungen von Prof. Andermann:
Beim Besuch in Langenburg, wo in diesem Jahr das achthundertjährige Jubiläum von Schloss und Stadt begangen wird, führte Professor Andermann in den besonders sehenswerten Innenhof des noch heute vom Fürsten zu Hohenlohe-Langenburg und seiner Familie bewohnten großen Schlosses. Seit um 1236 in hohenlohischem Besitz, wurde Langenburg bis zum Ende des Mittelalters eher vernachlässigt. Erst um 1500 begann man in der Familie, sich dafür stärker zu interessieren, was 1558 auch darin seinen Niederschlag fand, dass man sich vom Kaiser ein Privileg erteilen ließ, mit dem das Wappen der längst ausgestorben Herren von Langenburg dem hohenlohischen Stammwappen hinzugefügt und sämtlichen Angehörigen des Hauses Hohenlohe gleich welchen Stammes oder Zweiges erlaubt wurde, dieses vermehrte Wappen zu führen und sich hinfort als Herren oder Frauen von Langenburg zu titulieren. Zwischen 1586 und 1627 entstand schließlich das noch heute bestehende Renaissanceschloss, dessen Innenhof mit dem schlanken hohen Uhrturm, umlaufenden Galerien sowie Treppentürmen und Volutengiebeln unter Bau- und Kunsthistorikern als eine der gelungensten Architekturschöpfungen weit und breit gilt. Der Langenburger Schlossbrand im Januar 1963 hat diesem Innenhof glücklicherweise keinen bleibenden Schaden zugefügt.
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 _Schloss
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 _Schloss Wiki
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Die letzte Station war Schloss Bartenstein. Dort wurden wir von Fürst und Fürstin Hohenlohe-Bartenstein empfangen und durch die Prachträume, Bibliothek und Schlosskirche geführt und über die geschichtlichen Verwicklungen innerhalb der Familien Hohenlohe informiert.
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 _Schloss Bartenstein
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 _Schlosskirche
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 _Haus-Hohenlohe-Bartenstein
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 -Bartenstein (Schrozberg)
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 _ Uni Heidelberg:SabineWeyrauch_Schloss Bartenstein
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_Schloss Bartenstein im Portrait
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 _Herkunft: Burg Hohlach
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 _Schloss Hohlach
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Höfe und Residenzen im spätmittelalterichen Reich, Band 15. IV, 2012; Handbuch IV - Grafen und Herren; Kurt Andermann
 _Hohenlohe S. 603 - 621
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 _ Neuerscheinung über Hohenlohe von Prof. Dr. Andermann
Kurt Andermann, Hohenlohe. Eine Geschichte von Haus und Land. Von den Anfängen bis zum Ende des Alten Reiches (Forschungen aus Württembergisch Franken, Bd. 56), Ostfildern: Jan Thorbecke Verlag 2026, 478 Seiten, 217 Abb., ISBN 978-3-7995-7657-4, 39,00 Euro.
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Fotos: Andermann, Morawitzky, Pölnitz
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